In einem Moment, auf den die Fans über ein Jahrzehnt gewartet hatten, starteten die kanadischen Prog-Rock-Legenden Rush ihre lang erwartete „Fifty Something Tour“ mit einer massiven vier Nächte umfassenden Residency im Kia Forum in Inglewood, Kalifornien, am 7., 9., 11. und 13. Juni 2026. Dies sind die ersten Live-Auftritte der Band seit ihrer Abschiedstour R40 im Jahr 2015 und die ersten Shows ohne den unersetzlichen Schlagzeuger Neil Peart. Die Residency an dem ikonischen Veranstaltungsort – wo Rush 2015 ihr letztes Konzert mit Peart gaben – ist ein emotionaler Kreis, der sich schließt, und dient als Startpunkt für eine ausgedehnte Nordamerika- und internationale Tournee.

Die Tour feiert mehr als 50 Jahre des bahnbrechenden Katalogs von Rush und ehrt gleichzeitig das Vermächtnis von Neil Peart. Geddy Lee und Alex Lifeson, die verbliebenen Gründungsmitglieder, spielen zusammen mit der virtuosen Schlagzeugerin Anika Nilles und dem Keyboarder Loren Gold. Das Versprechen: eine karriereübergreifende Feier mit tiefen Cuts, Fan-Favorites und emotionalen Tributen.

Eine lang ersehnte Reunion: Vom Hiatus zur „Fifty Something“

Rush wurde 1968 in Toronto gegründet und stieg mit ihrem komplexen Progressive-Rock-Sound auf, der Hard Rock, Prog und Sci-Fi-/Fantasy-Elemente vereint. Das klassische Power-Trio aus Lee (Bass, Gesang, Keyboards), Lifeson (Gitarre) und Peart (Schlagzeug, Texte) prägte eine ganze Ära. Alben wie 2112, Moving Pictures und Grace Under Pressure lieferten zeitlose Hits wie „Tom Sawyer“, „The Spirit of Radio“, „Limelight“ und „Freewill“ und zeigten zugleich technische Meisterschaft und philosophische Tiefe.

Nach dem Ende der R40-Tour 2015 im Kia Forum zog sich die Band zurück. Der Tod von Neil Peart im Jahr 2020 durch Glioblastom war ein schwerer Schlag für Fans und die Rock-Welt. Lee und Lifeson widmeten sich Solo-Projekten, Büchern und privater Zeit – viele fragten sich, ob Live-Rush vorbei sei.

Ende 2025 kündigten die beiden die „Fifty Something Tour“ an, explizit der Musik, dem Vermächtnis und dem Andenken an Peart gewidmet. Sie holten die deutsche Schlagzeugerin Anika Nilles – eine hoch angesehene Musikerin, bekannt für ihre Arbeit mit Jeff Beck und ihre Beherrschung komplexer Taktarten – ins Boot. Pearts Familie, darunter Witwe Carrie Nuttall-Peart und Tochter Olivia, unterstützt die Wahl und die Tour voll und ganz.

Geddy Lee fasste die Stimmung zusammen: Nach intensiver Selbstreflexion merkten sie, dass sie es „verdammt nochmal vermisst“ haben und die über 50-jährige Geschichte von Rush feiern wollen. Aufgrund der überwältigenden Nachfrage wurde die Tour stark erweitert – nun umfasst sie Dutzende Shows in Nordamerika, Mexiko und international bis 2027, mit Berichten von bis zu 88 Terminen.

Die Kia Forum Residency: Vier Nächte Prog-Rock-Magie

Das Kia Forum, eine historische Arena in Los Angeles mit reicher Rock-Geschichte (von Led Zeppelin bis zu modernen Stars), war der perfekte Auftakt. Die Türen öffnen in der Regel gegen 18:30 Uhr, Shows beginnen um 19:30 Uhr. Die Residency war rasch ausverkauft, zusätzliche Production Seats wurden freigegeben. VIP-Pakete und Premium-Erlebnisse waren über offizielle Kanäle erhältlich.

Jede Nacht präsentiert rotierende Setlisten aus einem Pool von rund 35–40 Songs, sodass Abwechslung über die vier Abende gewährleistet ist. Die Eröffnungsnacht (7. Juni) bot eine epische fast dreistündige Show mit zwei Sets und Zugabe, darunter Raritäten wie „Xanadu“, „Limelight“, „Far Cry“, „Subdivisions“, „Freewill“, „Bravado“, „Caravan“ und „La Villa Strangiato“. Ein herzzerreißendes Video-Tribute an Peart bewegte das Publikum, und Special Guests (wie Aimee Mann bei „Time Stand Still“) sorgten für magische Momente.

Fans und Kritiker lobten die nahtlose Integration von Anika Nilles – ihr kraftvolles, präzises Spiel ehrt Pearts Stil, ohne ihn zu kopieren. Lifesons Gitarrenspiel war feurig wie eh und je, und Lees Stimme sowie sein Bass- und Keyboardspiel zeigten keinerlei Rost. Die Setlisten mischen frühe Klassiker, 80er-Hymnen und tiefere Tracks; die Rotationen halten die Shows für Mehrfachbesucher frisch.

Typische Elemente der Abende:

  • Hochenergetische Opener und Deep Cuts im ersten Set.
  • Große Hits und Epen im zweiten Set.
  • Emotionale Peart-Tributes durch Video-Montagen und instrumentale Hommagen.
  • Zugaben mit Klassikern wie Teilen von „2112“ oder „Working Man“.

Die Band verzichtet bewusst auf die alten Intermission-Videos und setzt stattdessen auf frische, skurrile Intros, die dem verspielten Geist von Rush treu bleiben.

Neil Peart ehren: Das Vermächtnis im Herzen der Tour

Jede Show widmet sich dem Andenken an Peart, den „Professor“, dessen Texte und Schlagzeugspiel Rush auf ein höheres Level hoben. Video-Montagen, familiengeprüfte Auswahl und die Wahl von Anika Nilles zeugen von tiefem Respekt. Eine Statement der Peart-Familie unterstreicht die Rolle der Tour bei der Feier der Inspiration, die Rush über Generationen hinweg ausübt.

Dieser Ansatz vermeidet eine direkte „Ersatz“-Haltung und rahmt die Tour stattdessen als lebendige Hommage. Fans berichten von emotionalen Höhepunkten während der Tributs, bei denen das Publikum im Kia Forum in Jubel ausbrach, der Vergangenheit und Gegenwart verband.

Fan- und Kritiker-Reaktionen: Ein ausverkaufter Triumph

Frühe Reviews der Eröffnungsnacht sprechen von einem „Triumph“. Ausverkaufte Hallen sangen mit, feierten und teilten Setlisten. Social Media explodierte mit Fotos, Eindrücken und Lob für Nilles’ Debüt. Reddit-Threads und Fan-Seiten wie RushIsABand lieferten Echtzeit-Updates und stärkten das Gemeinschaftsgefühl.

Tickets waren auf Ticketmaster schnell vergriffen; der Resale-Markt war aktiv, doch offizielle VIP- und Production-Releases ermöglichten mehr Fans den Besuch. Tipps zu Parken (vorab bezahlt, EV-Plätze, Fahrgemeinschaften) und die Clear-Bag-Policy des Venues sorgten für reibungslose Abläufe.

Der Erfolg der Residency führte zur weiteren Ausweitung der Tour und beweist die anhaltende Anziehungskraft von Rush auf ein mehrgenerationales Publikum.

Was auf der weiteren Tour erwartet wird und warum es zählt

Nach Los Angeles folgen große Märkte wie Fort Worth, Toronto, Chicago und viele mehr, bevor es international weitergeht. Dank rotierender Setlisten bietet jede Stadt einzigartige Abende – ideal für Fans, die mehrere Konzerte besuchen.

Die Rückkehr von Rush unterstreicht die zeitlose Kraft des Rock. Ihre technische Innovation, konzeptionellen Alben und spektakulären Live-Shows haben unzählige Bands beeinflusst. Im Jahr 2026, in einer sich wandelnden Musiklandschaft, erinnern sie uns daran, warum Live-Musik Bestand hat: Verbindung, Nostalgie und pure Virtuosität.

Für alle, die die Nächte im Kia Forum miterleben durften, war es mehr als ein Konzert – es war die Auferstehung eines Geistes. Lee, Lifeson, Nilles und Gold haben bewiesen, dass die Musik von Rush lebendig und kraftvoll weiterlebt.

Ob langjähriger „Rushnik“ oder Neuentdecker: Die „Fifty Something Tour“ bietet ein unvergessliches Erlebnis. Bleiben Sie auf rush.com für verbleibende Termine auf dem Laufenden, nutzen Sie Setlist-Tracker wie setlist.fm und sichern Sie sich offizielle Merchandise. Kaufen Sie Tickets frühzeitig für weitere Legs – die Nachfrage lässt nicht nach.

Diese Residency im Kia Forum ist nicht nur der Auftakt einer Tour – sie ist ein Meilenstein der Rock-Geschichte, der Feier, Erinnerung und pure Energie vereint. Rush ist zurück, und der Geist des Progressive Rock leuchtet heller denn je.

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert