Zu viel Eis im Eiskaffee? – Fragen der amerikanischen Justiz

US-amerikanische Gerichte müssen sich häufiger mit Verbraucherklagen an Unternehmen beschäftigen, häufig begründet, manchmal für den deutschen Durchschnittsbürger allerdings völlig unverständlich. Legendär wurde die siegreiche Klage einer Amerikanerin, die sich am Kaffee von McDonald’s verbrühte und den Konzern verklagte, weil der Deckelbecher zu locker und der Kaffee zu heiß war. Auch in einem aktuellen Klageverfahren im Bundesstaat Illinois ist der Stein des Anstoßes ein Kaffeebecher.

Stacy Pincus kaufte beim internationalen Kaffee-Imperium Starbucks einen Eiskaffee, fand jedoch, dass dieser zu viel Eis enthielte. Der Argumentation ihrer Klage zufolge, müsste die im Laden angegebene Menge des Getränks gleich der Kaffeemenge sein, das Eis dürfte hier nicht eingerechnet werden. Starbucks teilte in einer Stellungnahme mit, dass die Klage wohl keinerlei Aussicht auf Erfolg haben dürfte. Sollte ein Kunde nicht zufrieden mit der Zubereitung seines Getränks sein, wäre eine erneute Zubereitung nach Wunsch möglich. Darüber hinaus könne ein Kunde erwarten, dass das Eis in geeisten Getränken schon in der Menge enthalten ist.

Mario Hommel

2016-05-17T19:22:30+00:00Dienstag, 17. Mai 2016|Allgemein|