Verletzung im Homeoffice nicht zwangsläufig ein Arbeitsunfall

Zahlreiche Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, ihre Arbeit von zu Hause aus, also im Homeoffice zu erledigen. Schwierig wird es bei rechtlichen Problemen, beispielsweise der Anerkennung eines Arbeitsunfalls. Eine Angestellte stürzte und verletzte sich auf der Treppe im eigenen Haus, als sie sich aus der Küche ein Glas Wasser holen wollte. Die Unfallkasse weigerte sich jedoch, den Vorfall als Arbeitsunfall anzuerkennen, sodass die Angestellte Klage erhob.

Das Bundessozialgericht entschied in letzter Instanz, dass die Unfallkasse Recht hat und hob das Urteil aus der vorherigen Instanz auf, in dem die Frau noch obsiegte. Die Klägerin hatte den Arbeitsprozess unterbrochen und den persönlichen Lebensbereich betreten. Die Nahrungsaufnahme zählt nicht zu den typischen Arbeitstätigkeiten. Darüber hinaus ist die Klägerin selbst dafür verantwortlich, ihren Arbeitsplatz im Homeoffice sicher zu gestalten, damit Unfälle vermieden werden.

Mario Hommel

2016-07-06T17:46:35+00:00Mittwoch, 6. Juli 2016|Sozialrecht|