Vereinfachung der Steuererklärung in Planung

Der Bundestag gab am Donnerstag bekannt, dass das Besteuerungsverfahren auch für Privatleute in Zukunft vereinfacht werden soll. Durch die geplanten Änderungen soll die Bearbeitung beschleunigt und das Verfahren verbraucherfreundlicher gestaltet werden. So müssen die Bürger voraussichtlich ab 2018 generell keine Belege mehr an ihre elektronische Steuererklärung anhängen. Diese müssen nur noch auf Wunsch des Finanzamtes nachgereicht werden.

Darüber hinaus sollen Steuerzahler in Zukunft zwei Monate länger Zeit für ihre Steuererklärung bekommen. Diese soll nicht mehr Ende Mai, sondern Ende Juli fällig sein. Wird dieser Termin jedoch versäumt, droht ein Verspätungszuschlag von 25 € pro Monat. Der Verspätungszuschlag muss jedoch nur vom Steuerzahler getragen werden, wenn dieser Steuern nachzahlen muss. Bei einer Rückerstattung wird die Gebühr nicht fällig. Auch Hilfevereine und Steuerberater sollen eine Verlängerung der Frist von 12 auf 14 Monate gewährt bekommen.

Mario Hommel

2016-05-14T16:05:15+00:00Samstag, 14. Mai 2016|Andere Rechtsgebiete|