Verbraucherrechte gestärkt – Zu hohe Rücklastschriftgebühren sind nicht zulässig

Über Rücklastschriftgebühren hat sich bestimmt schon jeder einmal geärgert. Eine Lastschrift wird mangels Deckung des Kontos zurückgewiesen oder aufgrund eines Fehlers zurückgebucht. Jedes Unternehmen legt die Höhe der Gebühr individuell fest, ein gesetzliches Höchstmaß gibt es nicht. Dennoch kann man gegen ein Unternehmen mit überzogen hohen Rücklastschriftgebühren vorgehen.

Dies hat jüngst die Verbraucherzentrale getan und die Unister GmbH verklagt. Das Unternehmen betreibt mehrere Internetportale, unter anderem fluege.de. Für jeden fehlgeschlagenen Lastschriftauftrag berechnet Unister eine Rücklastschriftgebühr in Höhe von 50 €. Die Verbraucherzentrale hielt den Betrag für zu hoch und auch das Landgericht Leipzig schloss sich der Sichtweise an. Der Betrag sei nicht angemessen, da dem Unternehmen keine Kosten von vergleichbarer Höhe entstehen würden und auch der Aufwand durch eine Rücklastschrift nicht so umfangreich ist, dass er den Betrag gerechtfertigt wäre.

Mario Hommel

2015-06-12T18:01:30+00:00Freitag, 12. Juni 2015|Zivilrecht|