Spuckender Fußballfan verurteilt – 1.600 € Strafe

Randalierende Fußballfans und Hooligans stehen immer öfter im Blickpunkt der Medien. Bei einigen Vereinen sind derartige Ausschreitungen regelmäßig an der Tagesordnung, sodass bereits im Vorfeld Polizisten zur Sicherheit im Stadion postiert werden. Dies störte offenbar einen Fan des 1. FC Magdeburg, der die Beamten wiederholt anpöbelte, beleidigte und schließlich anspuckte. Nun sprach das Amtsgericht Waren an der Müritz das Urteil und setzte eine Geldstrafe in Höhe von 40 Tagessätzen zu je 40 € fest.

Der Angeklagte beteuerte, er hätte an diesem Tag unter starken Zahnschmerzen gelitten und deshalb mehrfach auf den Boden gespuckt. Wenn er dabei versehentlich einen Polizisten getroffen hätte, würde ihm das leid tun. Der ursprüngliche Strafbefehl, gegen den der Mann Einspruch erhoben hatte, sah lediglich eine Strafe in Höhe von 1.200 € vor. Im Prozess riet ihm der Richter, den Einspruch zurückzunehmen, da er keine Aussicht auf Erfolg sah und somit die niedrigere Strafe rechtsgültig geworden wäre. Der Angeklagte weigerte sich jedoch.

Michael Kunze – Fachanwalt für Strafrecht (Jena)

2015-10-18T16:18:02+00:00Sonntag, 18. Oktober 2015|Strafrecht|