Schulausschluss nach Beschimpfungen der Schulleiterin

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat nun entschieden, dass der Ausschluss eines Schülers vom Unterricht rechtens ist, wenn dieser vorher die Schulleiterin mehrfach beleidigt hat. Der betreffende Siebtklässler hatte im Unterricht über den Nachrichtendienst WhatsApp zahlreiche Hassbotschaften verbreitet und sich auch in persönlichen Gesprächen abfällig über die Frau geäußert. Diese suspendierte den 14-Jährigen für 15 Tage von der Schule.

Der Eilantrag des Schülers auf Aussetzung des Unterrichtsausschlusses wurde jedoch vom Gericht abgewiesen. Die vom Chat gefertigten Sceenshots bewiesen eindeutig die Schuld des Jungen, der auch in der Vergangenheit schon häufiger vom Unterricht aufgrund ähnlicher Vergehen ausgeschlossen wurde. Die Schule müsse ein solch provokatives, dauerhaftes Fehlverhalten nicht hinnehmen.

Michael Kunze

2015-12-15T18:44:39+00:00 Dienstag, 15. Dezember 2015|Verwaltungsrecht|