Rentnerin sollte 140.000 € Rente zurückzahlen – Der Fehler lag beim Finanzamt

Als die Rentnerin im fortgeschrittenen Alter von Nordrhein-Westfalen nach Rheinland-Pfalz zog, ahnte sie noch nicht, welche Nachricht das neue Finanzamt für sie bereithalten würde. Nach mehreren Jahren stellte das Finanzamt Bad Neuenahr-Ahrweiler fest, dass die gezahlte Rente seit dem Umzug irrtümlicherweise nur zu 17 % besteuert worden war und nicht komplett. Gegen den Rückzahlungsbescheid in Höhe von 140.000 € wehrte sich die Rentnerin und bekam vor dem Finanzgericht Rheinland-Pfalz recht.

Dieses argumentierte in seinem Urteil, dass jedes Finanzamt die Rentenbesteuerung von zugezogenen Bürgern selbst prüfen muss und sich nicht auf ältere Angaben verlassen kann. Ohne eine eigene Prüfung durchgeführt zu haben, darf das Finanzamt keine Nachzahlung verlangen. Sind die gegenständlichen Unterlagen bereits vernichtet, so müssen diese vom Betroffenen neu angefordert werden.

Mario Hommel

2015-07-24T16:54:35+00:00 Freitag, 24. Juli 2015|Andere Rechtsgebiete, Verwaltungsrecht|