Rechtswidrige Überstunden werden mit Arbeitslohn vergütet

In einigen Branchen ist Mehrarbeit durchaus üblich, darf aber dennoch einen gewissen Rahmen nicht sprengen. Ein Feuerwehrmann, der maximal 48 Wochenstunden arbeiten darf, klagte vor Gericht für seine rechtswidrigen Überstunden, die er in den Jahren 2002 bis 2007 ableistete, eine Ausgleichszahlung und erhielt diese auch in Höhe von 14.500 €. Das Finanzamt ging anschließend davon aus, dass dieser Geldbetrag versteuerbar sei, der Arbeitnehmer argumentierte jedoch, dass es sich dabei um Schadenersatz handeln würde.

In der letzten Instanz urteilte der Bundesfinanzhof nun, dass es sich in der Tat um Arbeitslohn handelt, der selbstverständlich versteuert werden müsse. Der Geldbetrag war als Ausgleich für die Arbeitsleistung des Mannes gezahlt worden und damit ein Arbeitsentgelt. Dass der Lohn erst später anerkannt und gezahlt wurde, spielt in dem Fall keine Rolle. Der ehemalige Feuerwehrmann muss den Betrag nun nachträglich versteuern.

Manfred Leubecher

2016-09-17T16:41:52+00:00 Samstag, 17. September 2016|Allgemein|