Rechtsschutzversicherer wollen Klagen gegen VW nicht unterstützen

Nach dem großen Abgas-Skandal des Autofabrikanten Volkswagen im letzten Jahr beginnen nun die ersten Prozesse der deutschen Kläger. Das Landgericht München sprach bereits im April das erste Urteil und gab dem Kläger und Autokäufer Recht, der den Kaufvertrag angefochten hatte. Nach Angaben von VW hätten acht weitere Gerichte allerdings ähnliche Klagen abgewiesen. Die vom Unternehmen genannten Zahlen sind derzeit jedoch nicht überprüfbar.

Zahlreiche Rechtsschutzversicherungen hingegen wehren sich gegen eine Deckungszusage in derartigen Verfahren mit dem Argument, dass die Klagen mutwillig wären. Die Landgerichte Essen, Baden-Baden und Passau verurteilten die Rechtsschutzversicherer jedoch zur Kostenübernahme. Für künftige Klagen stehen die Chancen zur Deckungszusage für die Kläger aufgrund dieser Präzedenzfälle also relativ gut.

Michael Kunze

2016-06-01T20:49:41+00:00Mittwoch, 1. Juni 2016|Zivilrecht|