Rechte der Internetnutzer gestärkt – Routerzwang abgeschafft

Internetnutzer können aufatmen, denn eine seit Jahren streitige Auseinandersetzung zwischen Providern und engagierten Internetusern wurde nun beendet. Die Rede ist von dem Routerzwang, der es den Anbietern ermöglichte, seine Kunden zu einem bestimmten Hardware-Gerät zu zwingen. Nun beschloss der Bundestag das neue Gesetz, welches diese Verpflichtung außer Kraft setzt und die Anschlussdose in der Wand als Netzendpunkt bestimmt. Somit können Internetnutzer zukünftig Router von unabhängigen Herstellern verwenden.

Schon länger war der Routerzwang diskussionswürdig, da teilweise grobe Sicherheitsmängel vorlagen. Provider waren durch den vorgeschriebenen Router auch in der Lage, Geld für vermeintlich kostenlose Services, beispielsweise W-Lan, abzurechnen. Einige Provider standen auch unter dem Verdacht, eigene Dienste bevorzugt anzuzeigen und andere Angebote im Internet auszubremsen. Die Kabelnetzbetreiber lehnen das Gesetz ab, können die Verabschiedung jedoch nur herauszögern.

Mario Hommel

2015-11-07T16:38:34+00:00Samstag, 7. November 2015|Internetrecht|