Product Placement im Fernsehen wird eingeschränkt

Mit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts wird nun der Schleichwerbung eine Grenze aufgewiesen. Dem Urteil lag eine Klage des Sportsenders Sport 1 zugrunde. Dieser zeigte eine Poker-Sendung aus den USA, bei der auf jede nur mögliche Art mit dem US-Sponsor dieses Events geworben wurde. Nahezu überall war das Logo zu sehen und angereichert mit Werbespots, Verweisen der Kommentatoren und Einspielern ging das der Aufsicht über den privaten Rundfunk zuständigen Bayerischen Landesmedienanstalt zu weit.

Diese hat daraufhin einen Beanstandungsbescheid ausgestellt mit der Begründung auf verbotene Schleichwerbung. Schleichwerbung ist in Deutschland weitestgehend verboten. Das heißt, dass Werbeprodukte, die ohne spezielle Kennzeichnung der Sender im Fernsehen präsentiert werden den Umstand von Schleichwerbung erfüllen. Dieses ist leider häufiger der Fall, denn die privaten Sender sind nicht wie die öffentlich-rechtlichen auf Werbeeinnahmen angewiesen.

Michael Kunze

2016-06-26T11:27:04+00:00Sonntag, 26. Juni 2016|Andere Rechtsgebiete|