Polizist bekommt Urlaub für letzten Hospiz-Besuch

Die Polizeidirektion Osnabrück verweigerte einem Polizeibeamten seinen Sonderurlaub, in dem er seine todkranke Tochter in ein Hospiz fahren wollte. In der Vergangenheit hatte der Beamte bereits öfter Sonderurlaub aus diesem Grund gewährt bekommen, sodass die Behörde aufgrund von Personalmangel den Urlaub dieses Mal nicht gewähren wollte. Hiergegen reichte der Polizist Klage beim Verwaltungsgericht Osnabrück ein.

Das Gericht gab der Klage statt. Aus den beiden eingeholten ärztlichen Gutachten schlussfolgerten die Richter, dass die 25-jährige Tochter mit ihrer weit fortgeschrittenen Erkrankung nur noch wenige Monate zu leben hat. Eine Verbesserung des Gesundheitszustandes sei nicht mehr zu erwarten. Die Zweifel der Polizeidirektion, dass die Lebenserwartung tatsächlich so gering sei, weil der Beamte schon häufiger Sonderurlaub beantragt hatte, wurden damit abgeschmettert.

Mario Hommel

2016-06-03T23:10:04+00:00Freitag, 3. Juni 2016|Verwaltungsrecht|