Namensänderungen bei dauerhaften Pflegekindern bestätigt

Häufig behalten Pflegekinder den Nachnamen ihrer leiblichen Eltern, auch wenn sie nicht mehr bei ihnen wohnen. Dennoch möchten einige Pflegeeltern gerade bei dauerhaften Pflegschaften, dass das Kind den Namen der Pflegefamilie annimmt. Das war auch der Wunsch der Pflegeeltern, die ihr 10-jähriges Pflegekind seit dessen Geburt bei sich aufgenommen hatten. Die Verbandsgemeinde kam dem Wunsch nach, der leibliche Vater jedoch klagte gegen diese Entscheidung. Er begründete, dass die Namensänderung der Beziehung zwischen dem Kind und den leiblichen Eltern schadet und dass eine Änderung nicht notwendig sei.

Das Verwaltungsgericht Mainz wies die Klage zurück und berief sich auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, die besagt, dass die Namensänderung zulässig ist, wenn sie dem Wohl des Kindes entspricht. Im vorliegenden Fall wird durch die Namensänderung die gute Beziehung zwischen dem Kind und seinen Pflegeeltern weiterentwickelt und das Wohl des Kindes im Hinblick auf die Zukunft stabilisiert.

Mario Hommel (Fachanwalt für Familienrecht – Mühlhausen)

2017-03-24T07:57:57+00:00Freitag, 22. Mai 2015|Familienrecht, Verwaltungsrecht|