Nach Sturz mit High Heels kein Schmerzensgeld

Weil eine Theaterbesucherin beim Betreten des Gebäudes mit den Absätzen ihrer Schuhe in der Fußabtretermatte hängen blieb, stürzte sie und brach sich den Mittelfuß. Anschließend verklagte sie die Stadt Marl auf 5.750 € Schadenersatz und Schmerzensgeld, scheiterte jedoch in der ersten Instanz. Daraufhin legte die Klägerin Berufung ein, nahm diese jedoch nach einem richterlichen Hinweis des Oberlandesgerichts Hamm zurück.

Das Gericht sah in der Gummiloch-Matte keine Gefahrenquelle, die von der Stadt Marl hätte beseitigt oder davor gewarnt werden müssen und schloss sich damit der Entscheidung des Landgerichts Hessen an. Die Matte war klar erkennbar und erfüllte ihren Nutzen bei der feuchten Witterung. Die Gefahr, mit dem Absatz in einem Loch der Matte hängenzubleiben, muss der Klägerin bekannt gewesen sein, sodass sie selbst das Risiko der Überquerung trug. Grundsätzlich seien alle Träger von hochhackigen Schuhen zu erhöhter Aufmerksamkeit verpflichtet.

Manfred Leubecher

2016-05-28T14:27:33+00:00Samstag, 28. Mai 2016|Zivilrecht|