Mieterrechte durchgesetzt – Schönheitsreparaturen sind keine grundsätzliche Pflicht

Der Vermieter hat, insbesondere in wohnungsknappen Ballungsgebieten, wesentlich mehr Rechte, die er gegenüber dem Mieter durchsetzen kann. Damit kein rechtliches Ungleichgewicht entsteht, entschied nun der Bundesgerichtshof über die streitigen Schönheitsreparaturen. Demzufolge darf der Vermieter keine unrenovierten Wohnräume an den Mieter übergeben und im Gegenzug eine instandgesetzte Wohnung beim Auszug verlangen.

Im konkreten Fall hatte der Vermieter dem Mieter lediglich den Erlass einer halben Monatsmiete als Ausgleich für die verlangte Renovierung zugesichert – das sei zu wenig, entschied das Gericht. Der Mieter darf nicht unangemessen benachteiligt werden, indem er die Schäden seines Vormieters beseitigen muss. Mieter, die bereits ausgezogen sind und Renovierungen leisten mussten, können die dabei entstandenen Kosten jetzt gegenüber dem ehemaligen Vermieter geltend machen. In dem Fall ist allerdings Eile geboten, da die Ansprüche bereits sechs Monate nach Beendigung des Mietverhältnisses verjähren. Verweigert der Vermieter die Zahlung, so ist ein kurzfristiger Termin bei einem Rechtsanwalt anzuraten.

Haben Sie ebenfalls Renovierungen für Ihren Vermieter vornehmen müssen? Wir helfen ihnen gern, Ihre Ansprüche auf Entschädigung im Nachhinein durchzusetzen. Auch bei Fragen zu Ihrem bestehenden Mietvertrag stehen wir Ihnen zur Verfügung.

Mario Hommel

2015-03-26T13:14:16+00:00 Freitag, 27. März 2015|Mietrecht|