Leasingkosten sind nicht steuermindernd

Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg entschied in einem nun bekannt gewordenen Urteil, dass Leasingkosten nicht durch den Arbeitnehmer steuermindernd geltend gemacht werden können. Der Arbeitgeber hatte für seinen Arbeitnehmer einen Leasingvertrag für ein Fahrzeug abgeschlossen. Dieses konnte sowohl für Dienst- als auch für Privatfahrten genutzt werden. Die Leasingraten wurden als sogenannte Barlohnumwandlung vom Gehalt abgezogen. Der Arbeitnehmer machte nun in seiner Steuererklärung den Teil der Leasinggebühren, die sich auf Dienstfahren bezogen, als Werbungskosten geltend.

Das Gericht folgte der Klage des Arbeitnehmers jedoch nicht. Seine Argumentation, dass die Erstattung der Reisekosten durch den Arbeitgeber keinen echten Aufwendungsersatz darstellt, da diese der Lohnsteuer unterliegen, war nicht schlüssig. Der Arbeitnehmer hätte freiwillig auf den Gehaltsanteil in Höhe der Leasinggebühren verzichtet, sodass die Begrifflichkeit von abzugsfähigen Aufwendungen nicht greifen würde. Abgesehen davon ist der Arbeitnehmer kein Eigentümer des Fahrzeugs geworden, da der Arbeitgeber den Leasingvertrag abgeschlossen hat.

Michael Kunze

2016-05-15T19:37:17+00:00Sonntag, 15. Mai 2016|Andere Rechtsgebiete|