Keine Prozesskostenhilfe für Loveparade-Opfer

Die Massenpanik bei der Loveparade forderte 2010 21 Todesopfer und über 500 Verletzte. Doch die Geltendmachung von Schmerzensgeld und Schadenersatz wird den Leidtragenden erschwert, die die Kosten für ein gerichtliches Verfahren nicht selbst zahlen können. Zwei Verletzte beantragten Prozesskostenhilfe zur gerichtlichen Durchsetzung ihrer Ansprüche, diese wurde jedoch vom Landgericht Duisburg abgelehnt.

Begründet wird diese Entscheidung mit der geringen Aussicht auf Erfolg. Das Landgericht führte aus, dass weder die Stadt noch der Veranstalter für das Unglück haftbar gemacht werden könnten. Darüber hinaus wären die Ansprüche in den Klageschriften nicht ausreichend begründet worden. Beim Landgericht Duisburg wurden bereits mehrere dieser Klagen anhängig gemacht, die erste Verhandlung ist für den 01.09.2015 angesetzt worden.

Mario Hommel

2015-08-18T12:43:34+00:00Dienstag, 18. August 2015|Zivilrecht|