Keine Entschädigung für Hundesitter nach Hundebiss

Die Betreuung des Hundes eines Bekannten stellt in der Regel keine arbeitnehmerähnliche Tätigkeit dar. Dies bestätigte kürzlich auch das Hessische Landessozialgericht und blieb dabei dem Urteil der vorherigen Instanz treu. Die Klägerin übernahm für mehrere Wochen die Pflege des Hundes eines Bekannten, während dieser im Urlaub war. Dabei wurde die Frau in Gesicht und Hals gebissen, als sie mit dem Hund spielte und zog sich dadurch schwere Verletzungen zu.

Die Berufsgenossenschaft lehnte jegliche Entschädigung ab, da die Hundesitterin in keinem Arbeitsverhältnis zum Hundebesitzer stand. Auch eine gesetzliche Unfallversicherung würde nicht eintrittspflichtig sein. Da der Auftraggeber ihr bei der Betreuung freie Hand ließ und sich auf ihre Erfahrung mit Hunden stützte, handelt es sich bei dem Hundesitting um eine selbstständige Dienstleistung, die nicht über die Berufsgenossenschaft versichert ist.

Mario Hommel

2016-05-05T08:08:34+00:00Donnerstag, 5. Mai 2016|Sozialrecht|