Kein Arbeitsunfall bei Allergie durch Tonerstaub

Viele Berufsgruppen kommen täglich mit Stoffen oder Chemikalien in Kontakt, welche im Laufe des Berufslebens Allergien und Unverträglichkeiten hervorrufen können. So erging es auch einem Finanzbeamten aus Nordrhein-Westfalen, der aufgrund seines Aufenthaltes in Büros eine Kontaktdermatitis durch den Staub der Laserdrucker bekommen hatte. Er versuchte, diesen bei der Oberfinanzdirektion als Arbeitsunfall zu deklarieren, scheiterte jedoch. Auch die Klage vor dem Verwaltungsgericht Münster verlor er und legte Berufung zum Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen ein.

Auch hier wies das Gericht seine Klage ab. Die Richter argumentierten, dass für die Anerkennung eines Arbeitsunfalls eine besonders hohe Gefährdung für die Berufsgruppe des Klägers vorliegen müsse. Zwar bewiesen die Quellen des Beamten, dass die Allergie tatsächlich durch den Tonerstaub verursacht wurde, jedoch ist der Kläger nicht direkt durch seine Tätigkeit als Finanzbeamter gefährdet gewesen. Die Wahrscheinlichkeit, dass andere Beamte seines Berufsbildes eine solche Krankheit ausbilden, sei sehr gering.

Mario Hommel

2016-07-14T15:53:57+00:00Donnerstag, 14. Juli 2016|Verwaltungsrecht|