Hausrecht durch Mutter des WG-Bewohners verletzt

Die Katze füttern ist in Ordnung – gleich für mehrere Tage in die WG-Gemeinschaft des Sohnes ziehen allerdings nicht, so urteilte kürzlich das Oberlandesgericht Hamm. Im streitigen Fall bat ein Student seine Mutter darum, die Tiere zu versorgen während er im Urlaub war. Diese richtete sich jedoch in diesen Tagen in der WG-Gemeinschaft häuslich ein – gegen den Willen des Mitbewohners. Dieser wusste sich nach mehreren Auseinandersetzungen nicht anders zu helfen und rief die Polizei zu Hilfe. Obwohl die Mutter des Hauses verwiesen wurde, akzeptierte sie dies nicht und widersetzte sich, wobei sie sich einige Hämatome und Prellungen zuzog.

Als Resultat forderte sie vom Land Nordrhein-Westfalen ein Schmerzensgeld in Höhe von 1200 €, weil sie den Polizeieinsatz als nicht rechtmäßig ansah. Das Gericht wies die Klage jedoch ab. Die Polizeibeamten haben rechtsmäßig gehandelt. Die Frau habe die Verletzungen selbst verschuldet, indem sie den Platzverweis nicht befolgte. Die Beamten waren anschließend gezwungen, diesen mit Zwang durchzusetzen.

Manfred Leubecher

2016-02-25T18:32:58+00:00Donnerstag, 25. Februar 2016|Zivilrecht|