Gemeinsames Sorgerecht auch bei nichtehelichen Kindern – Eine rechtliche Selbstverständlichkeit

Unsere zunehmend modernen Familienformen stellen die Gerichte immer wieder vor rechtliche Fragen. Gerade im Bereich des Sorge- und Umgangsrechts gibt es kontinuierlich Neuerungen, um beim gesellschaftlichen Fortschritt mitzuhalten.

So hat das Oberlandesgericht Brandenburg kürzlich bestätigt, dass die Gerichte grundsätzlich davon ausgehen, dass ein gemeinsames Sorgerecht förderlich für das Kindeswohl ist, auch wenn die Eltern nicht verheiratet sind. Beantragt ein Elternteil die gemeinsame Sorge, so muss also nicht bewiesen werden, dass das gemeinsame Sorgerecht vorteilhaft für das Kind ist. Daher können diese Verfahren schneller und unbürokratischer bearbeitet werden, ganz im Sinne der Familie. Das Gericht geht lediglich Hinweisen nach, die beweisen, dass sich das gemeinsame Sorgerecht eben nicht positiv auf das Kind auswirkt. Demzufolge muss das Elternteil, das mit der Übertragung des Sorgerechts auf beide Eltern nicht einverstanden ist, Beweise für eine Kindeswohlgefährdung vorbringen.

Ich helfe Ihnen gerne bei der Übertragung des Sorgerechts auf beide Eltern weiter. Auch bei Streitigkeiten rund um das Sorgerecht und andere Kindschaftssachen habe ich für Ihre Fragen und Probleme ein offenes Ohr. Rufen Sie mich bei Bedarf an und vereinbaren Sie einen kurzfristigen Besprechungstermin.

Mario Hommel (Fachanwalt für Familienrecht in Mühlhausen)

2015-04-02T09:17:47+00:00 Donnerstag, 2. April 2015|Medizinrecht|