Fahrsicherheit bei alkoholisierten Radfahrern – Ab wann wird’s gefährlich?

Aufgrund der ansteigenden negativen Unfallstatistik werden allmählich Forderungen laut, den Promille-Grenzwert von Radfahrern von 1,6 ‰ auf 1,1 ‰ herunterzusetzen. Um genau festzustellen, ab welchem Promillewert ein Radfahrer nicht mehr fahrtauglich ist, wurden 78 Probanden nach dem Alkoholkonsum getestet. Dabei mussten die Fahrer einen Parcours absolvieren und wurden auf ihr Reaktionsvermögen getestet.

Schon nach kleinen Mengen Alkohol nahmen die Fahrfehler der Testpersonen zu, konnten aber bis zu einem Promillewert von 0,8 ‰ kompensiert werden. Je nach Proband war das Fahrverhalten bis zu einem Wert von 1,6 ‰ noch akzeptabel, andere Fahrer waren bereits bei niedrigeren Werten fahruntüchtig.

Selbstverständlich ist das Testergebnis leicht verfälscht, da alle Testpersonen besonders aufmerksam im alkoholisierten Zustand gefahren sind. Dennoch ist die Absenkung des maximalen Promillewerts auf 1,1 ‰ sinnvoll, da bei jedem Probanden ab diesem Wert vermehrt Fahrfehler auftraten. Im Sinne der Sicherheit auf unseren Straßen ist eine solche Änderung des Ordnungswidrigkeitengesetzes also wünschenswert.30

Michael Kunze

2017-03-24T07:57:58+00:00 Montag, 30. März 2015|Allgemein|