Fahrgeld in den Mund gestopft – Ein Taxifahrer wehrt sich

Wenn Taxifahrer die Aufgabe haben, alkoholisierte Gäste zu befördern, kann es schon mal zu Zwischenfällen kommen. Unübertroffen ist jedoch ein Münchener Fahrgast, der sich bei seinem Fahrer beklagte, weil dieser bereits bei gelben Ampeln anhielt und nicht weiterfuhr. Er stieg aus und weigerte sich, die Fahrt zu bezahlen. Als der Taxifahrer weiter darauf beharrte, versuchte der Mann, ihm einen 100-Euro-Schein in den Mund zu stecken. Der Fahrer wehrte sich und erlitt in dem Gerangel eine Schürfwunde unter dem Auge und eine Prellung im Gesicht. Aus diesem Grund klagte er vor dem Amtsgericht München auf Schmerzensgeld in Höhe von 1.100 €.

Der beklagte Fahrgast gab an, dass er aufgrund seines alkoholisierten Zustandes Erinnerungslücken hätte, aber er behauptete, er wäre nur ausgestiegen, weil der Taxifahrer am Steuer telefoniert hätte. Das Gericht schenkte dem Mann keinen Glauben und sprach dem Fahrer ein Schmerzensgeld von 500 € zu, da die Verletzungen nicht schwerwiegend waren und nur einen Tag Arbeitsunfähigkeit verursacht hatten.

Michael Kunze

2015-09-12T13:38:47+00:00Samstag, 12. September 2015|Zivilrecht|