Einmaliger Kokain-Konsum führt zu Führerscheinverlust

„Ein Mal ist kein Mal“, dachte sich wahrscheinlich ein Mann im Mai 2015, als er bei einer Polizeikontrolle freiwillig am Mashan-Test teilnahm, der eine Einnahme von Kokain bestätigte. Denn obwohl der Fahrer nur ein Mal Kokain zu sich nahm, sah die Fahrerlaubnisbehörde Trier-Saarburg die Fahrtüchtigkeit als gefährdet an und entzog den Führerschein mit sofortiger Wirkung.

Der Mann klagte gegen diese Entscheidung vor dem Verwaltungsgericht Trier, verlor jedoch. In der Fahrerlaubnisverordnung ist eindeutig geregelt, dass bereits ein einmaliger Kokain-Konsum die Fahrtauglichkeit ausschließt. Dabei spielt auch keine Rolle, wie hoch die Konzentration des Stoffes in der Probe ist. Der Kläger konnte keine Gründe anführen, warum die Fahruntauglichkeit in diesem Fall nicht bestehen sollte und muss seinen Führerschein schlussendlich doch abgeben.

Michael Kunze

2016-01-21T19:27:44+00:00Donnerstag, 21. Januar 2016|Verkehrsrecht, Verwaltungsrecht|