Drittstaatsangehörige haben kein Aufenthaltsrecht nach der Scheidung

Ausländische Ehepartner von EU-Bürgern können ihr Recht auf Aufenthalt verlieren, wenn der EU-Bürger vor der Einleitung des Scheidungsverfahrens das Land verlassen hat. Der Europäische Gerichtshof entschied in einem Fall, in dem ein Kameruner, ein Inder und ein Ägypter jeweils mit einer Deutschen, einer Lettin und einer Litauerin verheiratet waren und in Irland lebten.

Die Ehefrauen verließen Ihre Ehepartner und stellten von ihren Heimatländern aus den Antrag auf Ehescheidung. Daraufhin forderten die irischen Behörden die Ehemänner auf, das Land zu verlassen mit der Begründung, dass diese ihr Aufenthaltsrecht dadurch verwirkt hätten, da ihre Ehefrauen ebenfalls keine Bewohner des Landes mehr sind.

Gegen diese Entscheidung gegen die Ehemänner vor, verloren jedoch. Der Europäische Gerichtshof sieht das irische Recht vor allem darin begründet, dass das Ehescheidungsverfahren von einem anderen Land aus eingeleitet wurde. Gleichzeitig stellte der Gerichtshof klar, dass den Ehemännern in diesem Fall ein besonderer Schutz und eine Arbeitsgenehmigung gewährt werden dürfe.

Mario Hommel

2015-07-17T17:35:57+00:00Freitag, 17. Juli 2015|Allgemein|