Angst vor öffentlichen Dokumenten führt zu Sieg im Rechtsstreit

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Phobien, aber eine ganz besondere, die Officaldocuphobia, bewahrte einen Schweden vor seiner Strafe wegen einem nicht angemeldeten Moped. Vor Gericht argumentierte der Mann, er könne keine offiziellen Briefe von Behörden öffnen, da dies im Konflikt mit seiner Phobie stünde. Daher hatte er auch den Brief nicht gelesen, in dem er aufgefordert wurde, sein Fahrzeug anzumelden.

Das Gericht sprach ihn von diesem Vergehen frei, verurteilte ihn jedoch aufgrund verschiedener anderer Verkehrsdelikte, unter anderem Trunkenheit am Steuer. In Deutschland scheiterte eine solche Argumentation 2008, als eine Frau aus Nordrhein-Westfalen ebenfalls mit ihrer Phobie vor öffentlichen Dokumenten argumentierte, jedoch trotzdem ihren Prozess verlor.

Michael Kunze

2016-09-24T16:43:09+00:00Samstag, 24. September 2016|Verkehrsrecht|