500 € Strafe für Facebook-Bewertung

Rechtsstreite rund um soziale Netzwerke nehmen in der Vergangenheit deutlich zu. Präzedenzfälle und Urteile zur Orientierung gibt es dagegen noch nicht viele. Das könnte sich eventuell aufgrund einer schlechten Facebook-Bewertung ändern, die eine Gelsenkirchener Frau einem Maklerunternehmen gab. Lediglich einen Stern ließ sie auf der Unternehmensseite kommentarlos stehen und war entsetzt, als der Rechtsanwalt der Firma sie aufforderte, knapp 500 € zu zahlen.

Die Frau geht nun mit einem Anwalt gegen die Forderung vor und zeigt insbesondere Unverständnis für die Vorgehensweise des Unternehmens. Sie wurde nicht direkt gebeten, die Bewertung zu löschen oder um eine Begründung zu ergänzen. Laut der Beschuldigten wollte diese durch die negative Bewertung ausdrücken, dass sie gegen die laufenden Projekte des Unternehmens ist, die den Buerschen Waldbogen zerstören. Gemäß ihrem Rechtsanwalt hat die Forderung des Maklerbüros keine Aussicht auf Erfolg, da die Abgabe einer Bewertung eine freie Meinungsäußerung darstellt.

Manfred Leubecher

2016-08-21T19:55:12+00:00 Sonntag, 21. August 2016|Internetrecht|